Nach dem heutigen Wissensstand geht die medizinische Wissenschaft davon aus, dass ein Kind künftig mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 1:400 – Tendenz steigend – im Verlaufe seines Lebens Stammzellen aus seinem eigenen Nabelschnurblut benötigen
könnte.(10)
Ordentlich präparierte und gelagerte Stammzellen aus Nabelschnurblut können älter werden als wir selbst. Die bisherigen Forschungsergebnisse sprechen dafür, dass kryokonservierte Zellen eine praktisch unbegrenzte Lebensdauer haben. Aktuelle Forschung, bei der auch wir uns engagieren, sorgt für weiter wachsende Sicherheit.
Natürlich können auch Erwachsene mit Nabelschnurblut-Stammzellen behandelt werden, und in der Tat stellen sie gegenwärtig auch die größte Patientengruppe. Manchmal reicht die Zahl der Stammzellen nicht für die Behandlung aus, so dass der Arzt zusätzliche Zellen aus einer anderen Quelle einsetzen muss. Speziell in der regenerativen Medizin ist jedoch die Zahl der Stammzellen nicht entscheidend. Schon eine kleine Menge kann genügen, um die Geweberegeneration in Gang zu bringen.
Nur 30–50% der Spenden an öffentliche Stammzellen-Banken werden wirklich eingelagert - der Rest wird verworfen. Es besteht daher keine Garantie, dass Ihre Spende Ihrem Kind zur Verfügung stehen wird. Selbst wenn es nicht verworfen wurde, können Sie sich nicht darauf verlassen, dass Ihre Spende zum Zeitpunkt, wenn Ihr Kind sie benötigt, nicht schon einer anderen Person zugeteilt worden ist. Die private Lagerung ist die einzige Art, die persönliche Verfügbarkeit zu sichern.
Es wäre schön, wenn es so einfach wäre. Tatsächlich enthält Knochenmark Stammzellen. Allerdings altern diese mit dem Körper und verlieren dadurch potentiell ihre Vitalität und ihre Nützlichkeit; ja sie können sogar durch die gleichen Krankheiten wie der Rest des Körpers befallen sein (z. B. Diabetes Typ 2). Im Gegensatz dazu sind Stammzellen aus dem Blut der
Nabelschnur jung, frischer und seltener mit Krankheiten befallen. Sie bieten daher mehr Einsatzmöglichkeiten. Zudem enthält Nabelschnurblut ein größeres Spektrum von Stammzellen als Knochenmark.