Stammzellenforschung, Aussichten Nabelschnurblut Stammzellen  

EINE JUNGE, ABER BEWÄHRTE THERAPIE

 

Im Jahre 1988 wurde nachgewiesen, dass Nabelschnurblut eingesetzt werden kann, um defektes menschliches Knochenmark zu

ersetzen.(2) Seither haben sich hämatopoietische (Blut-)Stammzellen (HSZ) als gängige Therapie verschiedener Blutkrankheiten entwickelt, wie beispielsweise bei Leukämien (Krebs der Blutzellen), Anämien (Mangel an roten Blutzellen bzw. von Hämoglobin) und bei gewissen Autoimmunkrankheiten (bei denen der Körper die eigenen Zellen angreift). In den 20 Jahren seit der Entdeckung dieser Einsatzmöglichkeit haben bereits rund 15.000 Patienten eine Nabelschnurblut-Transplantation erhalten.

 

 


 

DIE ZUKUNFT DER STAMMZELLENFORSCHUNG IST VIELVERSPRECHEND


Das erstaunliche Tempo in der Forschung und der klinischen Studien mit Nabelschnurblut-Stammzellen hat dazu geführt, dass heute Krankheiten behandelt werden können, von denen es niemand erwartet hätte. Versuche bei Stoffwechselstörungen des Gehirns (Hurlersche, Krabbesche und Turnersche Krankheit), zerebrale Lähmung und Typ-1-Diabetes (auch juveniler Diabetes genannt) haben die Blutkrankheiten auf der Liste erfolgreicher Therapien ergänzt. Zudem verwenden bereits viele dieser neuen Therapien patienteneigenes

Nabelschnurblut.(6),(7),(8)

 Neue, vielversprechende wissenschaftliche Entdeckungen haben gezeigt, dass unter Laborbedingungen Nabelschnurblut-Stammzellen sogar schon zu Leber-, Nieren-, Nerven- und Herzmuskelgewebe sowie zu insulinbildenden Zellen differenziert werden können. Dies könnte es in Zukunft möglich machen, diese Zellen auch in der regenerativen Medizin einzusetzen.



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